Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: März 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die Nutzung der SaaS-Plattform „WhatsCut“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Dienst“), bereitgestellt durch WhatsCode, Vanessa Schein, Ludwig-Schaefer-Weg 3, 65779 Kelkheim (nachfolgend „Anbieter“).
(2) WhatsCut ist eine KI-gestützte Salon-Management-Plattform für Friseur- und Beautysalons. Die Plattform bietet Funktionen zur Terminverwaltung, Kundenpflege, Mitarbeiterverwaltung, Kassensystem, Berichtswesen, Kampagnenmanagement und weitere geschäftsbezogene Services.
(3) Die AGB gelten für alle Nutzer der Plattform, insbesondere Salonbetreiber und deren autorisierte Mitarbeiter (nachfolgend „Nutzer“ oder „Kunde“).
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsschluss und Registrierung
(1) Die Registrierung auf der Plattform stellt ein Angebot des Kunden auf Abschluss eines Nutzungsvertrages dar. Der Vertrag kommt durch die Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande.
(2) Der Kunde muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben machen. Änderungen der Registrierungsdaten sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (E-Mail und Passwort) vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter seinen Zugangsdaten vorgenommen werden.
(4) Der Anbieter behält sich das Recht vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem jeweils gewählten Tarifmodell.
(2) Die Plattform umfasst je nach gewähltem Tarif insbesondere folgende Funktionen:
- Dashboard mit Übersicht aller Geschäftskennzahlen
- KI-gestütztes Telefonsystem (AI-Telefon) für automatisierte Terminannahme
- Kundenverwaltung mit Kontaktdaten, Notizen und Terminhistorie
- Terminkalender mit Online-Buchung für Endkunden
- Team- und Mitarbeiterverwaltung
- Service- und Produktkatalog
- Kassensystem (POS) mit Rechnungserstellung
- Berichte und Auswertungen
- Dienstplanung und Arbeitszeitverwaltung
- Provisionsverwaltung
- Gutscheinverwaltung
- Wartelistenmanagement
- Marketing-Kampagnen
- Treuepunkteprogramm
- KI-Salon-Assistent
- WhatsApp- und Telegram-Integration für Kundenkommunikation
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Plattform jederzeit zu erweitern und zu verbessern. Funktionseinschränkungen, die den vertraglich vereinbarten Leistungsumfang betreffen, werden dem Kunden mindestens 30 Tage im Voraus mitgeteilt.
(4) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Jahresmittel an. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen die Plattform aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), nicht erreichbar ist, sowie geplante Wartungsfenster.
(5) Geplante Wartungsarbeiten werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt und nach Möglichkeit außerhalb der Geschäftszeiten (22:00–06:00 Uhr MEZ/MESZ) durchgeführt.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Die aktuell gültigen Preise ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisliste auf der Website des Anbieters oder dem individuell vereinbarten Angebot.
(2) Alle angegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht anders angegeben.
(3) Die Zahlung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus, je nach gewähltem Zahlungsintervall. Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen. Der Anbieter behält sich vor, den Zugang zur Plattform bei einem Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen vorübergehend zu sperren.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise sowie die Tarif- und Leistungsstruktur (Umfang und Zuschnitt der Pakete) mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, sofern nicht ausdrücklich eine feste Laufzeit vereinbart wurde.
(2) Bei monatlicher Abrechnung kann der Vertrag von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(3) Bei jährlicher Abrechnung kann der Vertrag von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden. Wird der Vertrag nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch um ein weiteres Jahr.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
- der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt
- der Kunde mit der Zahlung trotz Mahnung mehr als 30 Tage in Verzug ist
- der Kunde die Plattform für rechtswidrige Zwecke nutzt
(5) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt).
(6) Nach Beendigung des Vertrages wird der Zugang zur Plattform gesperrt. Der Kunde kann seine Daten innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende exportieren. Danach werden die Daten gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nur für die vorgesehenen Zwecke und im Einklang mit den geltenden Gesetzen zu nutzen.
(2) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm in die Plattform eingegebenen und verarbeiteten Daten verantwortlich. Insbesondere stellt der Kunde sicher, dass er die erforderlichen Einwilligungen seiner Endkunden für die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten eingeholt hat.
(3) Der Kunde verpflichtet sich, keine Inhalte in die Plattform einzugeben, die gegen geltendes Recht verstoßen, Rechte Dritter verletzen oder die Plattform beeinträchtigen können.
(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. Der Anbieter führt zwar regelmäßige Backups durch, übernimmt jedoch keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Sicherungen.
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(3) Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) durch leichte Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.
(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters — gleich aus welchem Rechtsgrund — ausgeschlossen.
(5) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch die Nutzung der KI-Funktionen entstehen. Die KI-generierten Ergebnisse und Empfehlungen dienen lediglich als Hilfestellung und ersetzen keine fachkundige Beratung.
(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht im Fall der Übernahme ausdrücklicher Garantien sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.
§ 8 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte
(1) Alle Rechte an der Plattform, einschließlich der Software, der Benutzeroberfläche, der Marken und der zugrunde liegenden Technologie, verbleiben beim Anbieter.
(2) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform im Rahmen der vereinbarten Nutzungsbedingungen.
(3) Die vom Kunden in die Plattform eingegebenen Daten und Inhalte verbleiben im Eigentum des Kunden. Der Kunde räumt dem Anbieter die zur Erbringung der vertraglichen Leistungen erforderlichen Nutzungsrechte ein.
§ 9 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der DSGVO und des BDSG.
(2) Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten sind in der Datenschutzerklärung geregelt.
(3) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Endkundendaten), schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 10 Vertraulichkeit
(1) Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei zeitlich unbeschränkt vertraulich zu behandeln und nur für die Zwecke des Vertrages zu verwenden.
(2) Diese Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind oder werden, die der empfangenden Partei bereits bekannt waren, oder die aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen offengelegt werden müssen.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Sofern der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (Kelkheim/Taunus). Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Bestimmung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Formerfordernisses.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Der Kunde wird über Änderungen per E-Mail informiert. Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.
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Letzte Aktualisierung: März 2026